Der Moment, in dem wir wussten, dass es ein Problem gab.
2019, ein Industriekunde in Süddeutschland. 280.000 Produkte im Shop, technische Datenblätter, hunderte Varianten pro Norm. Wir hatten gerade eine Standardsuche eingebaut, die in jeder Demo brilliert hatte. In Produktion: 38 % der Suchanfragen führten zu null Treffern. Nicht weil die Produkte fehlten. Sondern weil die Kunden nach „1.4571 m12 zylinderkopf" suchten und die Suche „zylinderkopf" verstand, aber „1.4571" für eine Bestellnummer hielt.
Wir stellten fest: Es gab kein Standardprodukt am Markt, das B2B-Suchsemantik wirklich konnte. Was es gab: Plugins, die für B2C optimiert waren. APIs, die Per-Search abrechneten. Enterprise-Lösungen, die 4 bis 8 Wochen Setup brauchten und auf US-Servern liefen.
„Das ist das größte ungelöste Conversion-Problem im deutschen B2B-Commerce. Und niemand redet darüber, weil es technisch klingt und sich schlecht ins Pitch-Deck schreiben lässt."
Drei Jahre Bastelei, bevor wir den Begriff Plattform überhaupt benutzten.
Wir bauten erst ein Shopware-Plugin. Es lief, der Kunde war happy. Dann der zweite Kunde, dann der zehnte. Inzwischen über 200 Shops. Mit jedem Projekt lernten wir: das Such-Verständnis ist nur die Hälfte. Die andere Hälfte ist die Datenqualität. Und ohne Analytics weiß niemand, ob die Suche funktioniert.
Aus dem Plugin wurde eine Plattform mit drei Modulen: Search, Health, Analytics. Nicht weil wir das vorhatten, sondern weil unsere Kunden uns wiederholt fragten: „Habt ihr nicht auch …".
Warum als eigene Marke.
Eywora ist gerade in den Markt gestartet. Wir machen das bewusst: Eine Plattform, die für jeden E-Commerce-Stack zur Verfügung steht. Nicht nur für Shopware-Shops. Nicht nur für unsere bestehenden Agentur-Kunden. Wir glauben, dass die nächsten drei Jahre über das Such-Verständnis im deutschen Mittelstand entschieden werden. Da wollen wir das Werkzeug sein.
Was bleibt: Unsere Wurzeln in der Praxis. Wir haben jeden Pain-Point selbst zwei- bis dreimal erlebt, bevor wir ihn ins Produkt gepackt haben. Und wir bauen weiter so: in direktem Dialog mit Kunden, nicht im Workshop.